In ihrer neuen Ausstellung "Mr. Sedley und die Attitüden des Lebens" zeigt die Fotografin Astrid Kirschey in 12 lebensgroßen Fotografien Menschen, die mit einem Skelett tanzen. Sie wirken entspannt, fast hingebungsvoll: Das Leben tanzt vertraut mit dem Tod - und kreist nicht um sich selbst. So wie es das im Raum stehende vergoldete Skelett tut, das sich wie ein Turner am Reck ununterbrochen dreht: Mr. Sedley aus dem Roman "Jahrmarkt der Eitelkeiten" vom William Makepeace Thackeray, der vom erfolgreichen Börsenspekulanten zu einem seelisch und materiell verarmten alten Mann mutiert. Die Künstlerin präsentiert die untrennbare Liaison von Leben und Tod mit einer spielerischen Leichtigkeit und fast humorvollen Bildsprache. Sie nimmt dem Thema Sterben damit die Schwere, bleibt aber gleichzeitig ernsthaft und fokussiert.

 

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